Welche Arten von Kundenportalen es gibt, welche 7 Funktionen Pflicht sind, was die DSGVO verlangt — und wie Agenturen das Portal sogar als eigenen Service verkaufen.
Eine Kundenportal-Software gibt Ihren Kunden einen eigenen, geschützten Bereich, in dem sie Anfragen und Änderungswünsche selbst einreichen, den Projektstatus jederzeit einsehen und automatisch informiert werden, sobald sich etwas tut. Sie ersetzt damit den Kanal, über den heute die meiste Projektkommunikation läuft — und in dem sie regelmäßig verloren geht: das E-Mail-Postfach.
Der Unterschied zum internen Projektmanagement-Tool (Jira, Asana & Co.): Ein Kundenportal ist für Kunden gebaut. Keine Einschulung, keine Board-Konfiguration, kein Zugriff auf Interna — Wunsch eintippen, Stand sehen, benachrichtigt werden. Mehr muss es für den Kunden nicht können. Für Sie dahinter schon.
| Typ | Beispiele | Stärke | Schwäche |
|---|---|---|---|
| PSA-/All-in-One-Suiten | Klassische Agentursoftware mit Portal-Modul | Rechnung, Ressourcen & Portal in einem | Schwer, teuer, Portal-Modul oft Beiwerk — Kunden loggen sich nie ein |
| Dokumenten-Portale | Dateiaustausch-/Freigabe-Tools | Dateien & Freigaben sauber gelöst | Keine strukturierten Wünsche, kein Status, keine Benachrichtigungs-Schleife |
| Feedback-First-Portale | Voice-Board, Feedback-Board-Tools | Wünsche → Priorisierung → Umsetzung → Benachrichtigung in einem Fluss; leichtgewichtig für Kunden | Kein Ersatz für Faktura/ERP (bewusst) |
Faustregel: Wenn Ihr Hauptproblem Kommunikation und Change Requests sind (bei Agenturen fast immer), ist ein Feedback-First-Portal die richtige Kategorie. Wenn Ihr Hauptproblem Rechnungsstellung und Ressourcenplanung ist, brauchen Sie ein PSA — und können das Portal trotzdem getrennt betreiben.
Viele Agenturen verrechnen das Kundenportal als eigenen Service — typisch €79–149/Monat pro Endkunde, z.B. als „Transparenz-Paket" im Wartungsvertrag. Bei einer Multi-Tenant-Lösung mit Staffelpreis (statt Preis pro Portal) entsteht daraus eine Marge: 10 Portale à €99 weiterverkauft ergeben €990/Monat Umsatz bei einem Bruchteil an Plattformkosten. Wie der Rollout konkret funktioniert, zeigt unser Agentur-Bereich mit Margen-Rechner.
Einfache Einzelportale ab ca. €29/Monat. Für Agenturen mit mehreren Endkunden zählt der Multi-Tenant-Preis: bei Voice-Board 10 Whitelabel-Portale ab €149/Monat (Early-Partner: €89). US-Anbieter verlangen für Whitelabel oft $400+/Monat — pro Workspace.
Ja — wenn zwei Bedingungen stimmen: Die Einstiegshürde ist minimal (Link öffnen, Wunsch eintippen) und das Portal meldet sich von selbst (automatische Benachrichtigungen). Portale scheitern fast nie am Kunden, sondern daran, dass die Agentur eingehende Mails nicht konsequent ins Portal umleitet.
Nein, es ergänzt es. Jira/Asana bleiben Ihr Maschinenraum; das Portal ist die kundenseitige Schicht. Genau an dieser Schnittstelle passiert heute alles per E-Mail.
Mit einer Vorlage: ca. 10 Minuten pro Endkunden-Portal (Branding setzen, 3 offene Punkte übertragen, Einladung senden). Der kritische Erfolgsfaktor ist nicht die Technik, sondern die Umleitungs-Disziplin in den ersten zwei Wochen.
Voice-Board: Multi-Tenant-Portale mit Voting, Roadmap, Kanban/GANTT und Zeiterfassung. Whitelabel ohne Aufpreis, DSGVO-konform, AVV inklusive.
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